Ein Beitrag von Sabine Krüger und Oliver Giel rund um NATUR · GARTEN · KÜCHE
Vollkornbrotscheibe mit Frischkäse, Löwenzahn, roten Radieschen und essbaren Blüten (Bärlauch, Gundermann, Löwenzahn)
Gerade entfaltet sich die Natur und es gibt wieder viele Köstlichkeiten in Natur und Garten zu entdecken. Wer zeitig im Jahr mit der Aussaat begonnen hat, kann unter günstigen Umständen schon jetzt die ersten Radieschen ernten. Auch Spinat lässt sich bereits holen – entweder von Pflanzen, die den Winter überdauert haben und frisch austreiben, oder aus einer frühen neuen Aussaat.
Wer noch auf die erste eigene Ernte wartet, wird trotzdem fündig. Denn auch in der Natur gibt es gerade reichlich zu holen. Löwenzahn und Bärlauch laden mit frischen, saftigen Blättern zur Ernte ein und lassen sich in unseren Rezepten wunderbar anstelle von Spinat verwenden. Auch wildwachsender Schnittlauch ist jetzt im Frühling auf naturbelassenen Wiesen zu finden. Er ist etwas unscheinbar und tarnt sich gut zwischen den Gräsern – aber hat man den Blick dafür einmal geschärft, springen einem die runden, dunkelgrünen Stängel im Vergleich zu den flachen, hellgrünen Grasstängeln schnell ins Auge.
Wer beim Sammeln ohnehin schon beim Bärlauch ist, kann ruhig noch ein paar geschlossene Knospen mitnehmen. Diese scharf-würzigen kleinen Delikatessen machen sich wunderbar in der Radieschenbutter und können bedenkenlos roh gegessen werden. Und wer dann noch ein paar Blüten von Gänseblümchen oder Gundermann mitbringt, hat alles zusammen, was ein frisches Brot mit Kräuterbutter zu etwas Besonderem macht – bunt, aromatisch und direkt aus der Natur vor der Haustür.
Schnittlauch in der Wiese | Bärlauch, Knospen und Blätter | Gundermann
Zutaten für den Teig:
Zubereitung Teig:
Den Teig am Vorabend ansetzen. Dazu alle Zutaten vermengen und zu einem feuchten, noch leicht klebrigen Teig verkneten. Zugedeckt in einer Schüssel im Kühlschrank gehen lassen. Der Teig kann bis zu 24 Stunden im Kühlschrank gehen. Dann noch kurze Zeit in der warmen Küche ruhen lassen.
Der Teig reicht für 2–3 Flammkuchen. Wenn wenig Zeit ist, kann auch ein fertiger Teig aus der Kühltheke verwendet werden.
Den Teig hauchdünn ausrollen, auf ein Backblech geben und belegen.
Zutaten für den Belag:
Zubereitung Belag:
Pro Flammkuchen 3 EL Saure Sahne darauf verstreichen, darüber wird etwas Ziegenfrischkäse gestreut und mit frischem Frühlingsspinat oder Bärlauch belegen. Je nach Geschmack können auch noch fein geschnittene Champignons dazu gelegt werden. Mit Pfeffer und etwas Salz bestreuen und ca. 15–20 Minuten bei 200 °C auf der untersten Schiene im vorgeheizten Backofen knusprig backen.
Der fertig gebackene Flammkuchen wird mit reichlich Radieschen in feinen Scheiben und Röllchen von wildem Schnittlauch bestreut. Zusätzlich oder als Ersatz für die Radieschen passen hier auch prima die würzigen Bärlauchknospen dazu.
Zutaten:
Zubereitung:
Radieschen fein reiben, in einem Küchenhandtuch ausdrücken (sonst wird die Butter wässrig). Mit Salz, Pfeffer, fein gehacktem Knoblauch und fein geschnittenen Radieschenblättern vermengen. Zu einer Rolle formen, in Butterbrotpapier wickeln und im Kühlschrank kalt werden lassen. Anstelle der Radieschen können auch hier die Blätter und Knospen vom Bärlauch verwendet werden.
Dazu passen gegrillte Lammkoteletts oder Lammfleischspieße; die Radieschenbutter schmeckt aber auch köstlich auf frischem Baguette oder Bauernbrot.
Eine Runde durch den Gemüsegarten oder ein Spaziergang durch die Natur – mehr braucht es oft gar nicht, um alltägliche Gerichte mit etwas Besonderem und ganz Eigenem zu verfeinern. Damit die vielen Besonderheiten auch entdeckt werden können, braucht es nur etwas Ruhe und einen Blick für die kleinen Dinge.
Wir freuen uns, wenn die beiden Rezepte als Inspiration dienen können – und noch mehr, wenn der eine oder andere dabei auch den Weg nach draußen findet.
Bis zum nächsten Mal
Sabine Krüger und Oliver Giel
Unsere Bücher und weitere Infos gibt es hier:
© Oliver Giel | oliver@giel-bildwelten.de | Telefon: 0171.8378758
Auf dieser Seite werden keine Cookies oder andere Analysetools eingesetzt. Für die Pflege wird ein selbstentwickeltes CMS-System auf Basis von FileMaker Pro verwendet.
Gehostet wird die Seite von walkingtoweb in der Schweiz.